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Autor: p711988

  • Deichgesang

    Deichgesang

    Wenn mein Körper aus dem Takt geraten ist, dann hilft manchmal der Gesang: III-EEE-AAA-OOO-UUU. Vokale wirken auf den Organismus. Man fühlt Weite.

    Im Westen und Osten wurden die Wirkungen der Vokale (Selbstlaute) und Konsonanten (Mitlaute) mit ihrem besonderen Rhythmus intensiv erforscht: Vokale sind sog. Hall- oder Raumlaute. Sie rufen ein Gefühl von Weite, Höhe und Tiefe hervor; entsprechend spürt man die Vibration in den einzelnen Körperbereichen.

    Der hellste Vokal I ist im Kopf zu spüren und regt die Hirntätigkeit an. Das E weitet und entspannt uns im Hals- und Nackenbereich sowie im oberen Brustraum, entspannt das Zwerchfell und tut allen Verdauungsorganen gut, während das A die Brust füllt und weit über den Körper hinausschwingt. A stärkt das Herz. Das O trifft die Körpermitte und wirkt im Solarplexus, wärmt und ist ebenso Balsam für dieVerdauungsorgane, insbesondere für die Leber. Ein U geht in die Körpertiefe, in das Becken und fördert das Durchhaltevermögen. 

    Übung: Ihr könnt bei jedem Atemzug einen einzelnen Vokal singen oder gleich alle in einem. Die ideale Reihenfolge für die Mundstellung ist: III-EEE-AAA-OOO-UUU

    (mehr s. Gertrud Hirschi, die Mantraexpertin)

  • Wenn nix mehr geht

    Wenn nix mehr geht

    Von Zeit zu Zeit sich zurückziehen
    in das Haus unserer Seele,
    schweigen, ausruhen,
    ganz für sich sein.
    Die Seelenfenster vom Staub des Alltags befreien,
    an verschlossenen Türen rütteln,
    sich selber auf den Grund gehen.
    Und dann hinaus treten in die Sonne:
    Da bin ich wieder!

    (Jochen Mariss)

  • Dicke Pötte

    Dicke Pötte

    Wer hier aus dem Fenster schaut, sieht das lebendiges Panorama des Flusses. Neben den blökenden Schafen am Deich ziehen die Kreuzfahrtschiffe und riesige Containerschiffe direkt an meinem Zuhause vorbei. Gewaltige Pötte, die majestätisch aussehen, im echten Leben aber eben oft Dreckschleudern sind. Es ist eine ganz eigene Mischung aus Natur und der weiten Welt da draußen.

    Aus diesen Gegensätzen lebt auch mein ruhiger und zugleich lebendiger Alltag im „Atelier Goldschinken“. Barocke Goldrahmen finde ich schön – sie fassen Kunst auf eine wunderbare Weise ein. Hier am Deich bekommt das Edle sogar einen fast absurden Gegenpol. Der Name erinnert daran, die Welt und das Leben zwar in all ihrer Tiefe ernst aber auch mit einer Prise Humor zu nehmen.

  • Ein Leben am Fluss

    Ein Leben am Fluss

    Ein Leben am Fluss: tiefgründig gedacht, beobachtet und mit einem Augenzwinkern aufgeschrieben.

    Das Wasser bleibt nie stehen und ist doch jeden Morgen da. Es trägt Licht, Wetter und Jahreszeiten vorbei. Wer lange genug hinsieht, entdeckt im Wechsel etwas Verlässliches.

    Vielleicht erinnern uns Flüsse daran, dass auch wir uns verändern dürfen, ohne uns dabei zu verlieren.

    Karin vom Deich – Notizen aus dem „Atelier Goldschinken“.

  • Vom Hinsehen

    Vom Hinsehen

    Wir sehen schnell. Wir erkennen Formen, ordnen ein, urteilen. Doch genaues Hinsehen braucht Zeit.

    Was verändert sich, wenn wir einem Menschen, einer Landschaft oder einem Gedanken einen zweiten Blick schenken? Vielleicht wird aus Gewissheit eine Frage. Vielleicht entdecken wir etwas, das vorher im Ausschnitt fehlte.

    Hinsehen heißt nicht nur, die Augen zu öffnen. Es heißt auch, die eigenen Vorstellungen für einen Moment leiser werden zu lassen.

  • Drei Haare in der Suppe

    Drei Haare in der Suppe

    Wir interpretieren die Welt mit Hilfe unserer Augen und unseres Gehirns, mit den sogenannten Spiegelneuronen. Dabei nehmen wir die Dinge niemals in ihrer Vollständigkeit wahr. Wir sehen nur Ausschnitte der Wirklichkeit.

    Was wir tatsächlich erkennen, ist daher relativ und abhängig davon, welche Vorstellungen wir von einer Sache haben und wie wir sie bewerten: Drei Haare in der Suppe sind für den einen viel, auf dem Kopf dagegen wenig.

    Daraus lässt sich die Frage ableiten, wie ich denn ticke. Betrachte ich mein Glas eher als halb voll oder ist es schon halb leer?

    Textgrafik zum Resonanz- und Spiegelgesetz
    Bilderspiel mit einem teilweise von Blättern verdeckten Steingesicht

    Ein kleines Bilderspiel über Wahrnehmung, Bewertung und die Ausschnitte unserer Wirklichkeit.

  • Das halb volle Glas

    Das halb volle Glas

    Ist das Glas schon halb leer – oder ist es noch halb voll? Die Menge bleibt dieselbe, und doch erzählt jeder Blick eine andere Geschichte.

    Unsere Erwartungen färben, was wir sehen. Vielleicht liegt darin eine leise Freiheit: Wir können innehalten und prüfen, welche Geschichte wir uns gerade erzählen.

    Nicht alles, was wir wahrnehmen, ist schon die ganze Wirklichkeit.